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Chronik

Chronik des ASV Seesbach

 Der 7. November 1948 ist der Geburtstag unseres ASV Seesbach. Obwohl bereits in den Jahren von 1932 bis 1934 ein sporttreibender Verein unter dem Namen Turn- und Sportverein Seesbach bestand, welcher jedoch aufgrund der politischen Ereignisse seine Tätigkeit wieder einstellte, wollte man mit der Neugründung eines Sportvereins auch in sportlicher Hinsicht einen Neubeginn starten.

Mit dem Bau der neuen Schule in den Jahren 1938-40 stellte die Gemeinde auch ein geeignetes Gelände für einen Sportplatz zur Verfügung. Es ist der zum Teil noch heute genutzte Platz am Waldrand an der Struth.

Mit dem Namen Allgemeiner Sportverein 1948 Seesbach wurde dann am 7. November 1948 ein vollkommen neuer Verein gegründet, in dem man alle Sportarten pflegen wollte. Des weiteren sollten auch kulturelle Aktivitäten gepflegt werden.

Eine Vereinsgründung war zu dieser Zeit noch gar nicht so einfach, denn von den Besatzungsbehörden musste eine Erlaubnis zur Bildung eines Vereins eingeholt werden. Weiterhin durften nur solche Personen dem Vorstand angehören, die von der Vergangenheit politisch nicht belastet waren. Bei der Gründungsversammlung wurde dann ein entsprechender Vorstand gewählt.

Neben dem Fußballspielen, für das ein separater Spielausschuss verantwortlich war, wurde unter der Leitung von Karl Sauer auch eine Theatergruppe gebildet. Was die Theatergruppe in den darauffolgenden Jahren an Erfolgen verzeichnen konnte, war sowohl vorher als auch in den Jahren danach in Seesbach unerreicht. Die Bühne wurde im damaligen Saal Beck komplett in Eigenleistung erbaut und von Karl Sauer kunstvoll ausgestaltet. Hierbei tat sich ein Vereinsmitglied besonders hervor indem es das gesamte Bauholz für den Bühnenbau zuschnitt und hobelte, da es natürlich auch die dafür notwendigen Maschinen hatte und dies alles unentgeltlich. Es war Friedrich Heinz, der als Dank für diese uneigennützige Tat am 21. September 1950 zum Ehrenmitglied des ASV ernannt wurde.

Auch die Herrichtung eines geeigneten Spielfeldes, auf dem von der Gemeinde ausgewiesenen Sportfeld, kostete so manchen Schweißtropfen, denn die Begrenzungsrinnen der vorher doch recht schmalen Wiesenparzellen mussten mit Mutterboden verfüllt werden, was allerdings bis heute noch nicht ganz gelungen ist, denn hier und da sieht man immer noch diese Gräbelchen. Weiterhin wurde auch schon damals eine Umkleidemöglichkeit in Form einer Holzhütte am Waldrand geschaffen. Unser Verein trat bereits 1949 dem Deutschen Fußballbund bei und spielte in der C-Klasse des Kreises Kreuznach.

Die Theatergruppe, welche unter anderem die Stücke „Pension Schöller“, „Hurra eine Junge“, „Das Haus im Moor“, „Der Meisterboxer“ u.v.a. aufführte, wurde nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden von Herrn Sauer später unter Leitung von Fritz Fett und Helmut Wiesner weitergeführt und hatte bei allen Veranstaltungen ein übervolles Haus.

Laut Beschluss in der Vorstandssitzung am 14. Januar 1951 wurde auch eine Turn- und eine Tischtennisabteilung gegründet. Sportwart für Turnen wurde Helmut Wiesner und für Tischtennis Kurt Päschkes. Leider sind über diese beiden Abteilungen keine weiteren Aufzeichnungen vorhanden.

Wegen Mangel an Interesse und zu wenig Spielermaterial mussten die sportlichen Aktivitäten im Januar 1954 leider eingestellt werden. Somit ruhte die sportliche Tätigkeit.

Die Führung des Vereins lag zu diesem Zeitpunkt in Händen von Heinrich Rübenich, welcher den Verein in der Ruhezeit bis zum Jahre 1963 weiterführte. Die traditionellen Rosenmontagsveranstaltungen im Saale Beck, später Wiesner, fanden jedoch auch während dieser Zeit statt und trugen unter anderem dazu bei, dass der Verein im Jahre 1963 beim Wiederbeginn einen einigermaßen guten Start hatte.

Hier noch ein paar interessante Daten aus den 50er Jahren:

·Beitragsfestsetzung am 12. Oktober 1950:
Schüler  beitragsfrei
Jugendliche von 14 – 16 Jahren   0,10 DM
Jugendliche von 16 – 18 Jahren   0,20 DM
Erwachsene ab 18 Jahren   0,30 DM
weibliche Erwachsene      0,20 DM

·Im Jahre 1950 kostete eine Tanzkapelle für einen ganzen Abend 50,00 DM.

·In jedem Monat fand eine Mitgliederversammlung statt, worin die gefassten Vorstandsbeschlüsse genehmigt wurden.

·Bereits im Jahre 1950 wurden mit dem Radfahrverein „Soonwald-Heil“ über einen Zusammenschluss der beiden Vereine verhandelt, was jedoch wie auch Mitte der 60er Jahre scheiterte.

 

Neubeginn 1963

Nach mehreren „Biertischgesprächen“ kam man letztendlich zu dem Entschluss, dass man in Seesbach doch unbedingt wieder Fußball spielen müsse. So schlossen sich einige Personen, hier sind unter anderem besonders Edgar Christ, Kurt Päschkes und Erich Rübenich zu nennen, die ehemalige Spieler ansprachen, damit eine AH-Mannschaft gebildet werden konnte, um die jungen Leute im Dorf noch einmal für den Fußballsport zu begeistern. Gesagt, getan, die Idee trug Früchte, denn seit dieser Zeit wird im ASV Seesbach wieder Fußball gespielt. Der Verein wurde somit wieder zum Leben erweckt und stand zunächst unter der Führung von Heinrich Rübenich.

Mit der neu gebildeten AH-Mannschaft wurde zunächst ein Freundschaftsspiel gegen Schwarz-Weiß Kreuznach ausgetragen, welches mit 5:7 Toren verloren wurde. Als nächsten Schritt unternahm man eine Fahrt nach Tennebronn, wo ebenfalls ein AH-Spiel ausgetragen wurde, verbunden mit einem schönen Wochenende im Schwarzwald.

Ab Herbst 1963 konnte durch diese Aktionen wieder eine aktive Mannschaft für die C-Klasse Kreuznach West gemeldet werden. Im Jahre 1964 wurde dann eine Umkleidekabine errichtet, das vorhandene Spielfeld drainagiert, eingeebnet und mit einer festen Umzäunung versehen.

Die Spielsaison 1967/68 war dann für unseren Verein eine ganz besondere, denn unsere Mannschaft errang, verstärkt mit einigen Bundeswehrsoldaten, die Meisterschaft in der C-Klasse und stieg in die B-Klasse auf, der sie dann 6 Jahre angehörte.

In der Vorstandssitzung am 18. April 1969 wurde beschlossen ein vereinseigenes Clubheim mit Umkleidekabinen, Toiletten, Duschanlage und Clubraum zu bauen. Nach der Gründung eines Bauausschusses wurde unter dem Vorsitzenden Erich Feilzer 1970 mit dem Bau begonnen, welcher 1972 bei großer Eigenleistung der Mitglieder fertiggestellt war.

Die Baukosten beliefen sich auf rd. 66.000,00 DM. Zu dieser Zeit war ein Clubheim in der Größenordnung in der Spielklasse noch eine Rarität. Von Seiten der Gemeinde wurde, wie auch vorher schon der Ausbau des Zufahrtweges mit Wanderparkplatz, das Sportheim mit Wasser, Kanal und elektrischem Strom erschlossen.

Die Erringung der Meisterschaft weckte im Jahre 1967 eine so große Begeisterung, dass man in der glücklichen Lage war, ab der Saison 1967/68 auch eine 2. Mannschaft zu melden. Weiterhin konnte unser damaliger Vorstand am 1. September 1967 den Beschluss fassen, unter der Leitung von Herrn Ortfried Rosin eine Jugendmannschaft zu melden, später wurde diese von Benno Bewer und Anton Zerfaß übernommen.

Verbunden mit der Feier des 25jährigen Vereinsjubiläums wurde an Pfingsten 1973 unser Clubheim offiziell eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Was im Zusammenhang mit dem Clubheimbau besonders zu erwähnen war, ist die Tatsache, dass der Bau vollkommen schuldenfrei durchgeführt wurde.

Nachdem sich bereits ab dem Jahre 1974 unter der Leitung von Frau Marlies Hey eine Gymnastikgruppe gebildet hatte, welche ab April 1976 offiziell vom ASV als Breitensportgruppe aufgenommen und gemeldet wurde, konnte unser Verein auch langsam seinem Namen gerecht werden. Die Damen-Gymnastikabteilung entwickelte sich im Laufe der nächsten Jahre zu einem festen Bestandteil im ASV.

Leider, und das weckte alte Erinnerungen, musste man im September 1976 die Fußballmannschaft wegen zu wenig Spieler vom Spielbetrieb zurückziehen, was jedoch nicht von langer Dauer war, denn im August 1977 konnte man von Seiten des Vereins den Schritt wagen, wieder eine aktive Mannschaft zu melden. Seit dieser Zeit bis zum Frühjahr 1998 war Egon Rübenich Mitglied im Spielausschuss und gleichzeitig Mannschaftsbetreuer.

Ab 1979 wurde die Breitensportabteilung noch durch Kinderturnen und eine Mädchengymnastikgruppe erweitert.

Auch kulturell sollte noch einmal etwas getan werden und so entschloss man sich, zunächst im Clubheim, eine Kappensitzung abzuhalten.

Nachdem die erste Sitzung am 16. Februar 1980 von gerade mal 17 Personen, einschl. der Akteure, besucht war, war die Zweite im Jahre 1981 schon ein größerer Erfolg, denn das Clubheim war voll besetzt. So kam man dann zu dem Entschluss, und hier haben sich in den Folgejahren besonders Manfred Gutheil, wie auch Benno Bewer besondere Verdienste erworben, eine Kappensitzung in größerem Rahmen aufzuziehen und dazu den Saal Bohr zu mieten. Der Erlös sollte der Jugendarbeit zugute kommen. Diese Veranstaltung war dann ein voller Erfolg und entwickelte sich, wie einst die Rosenmontagsveranstaltung, zu einer festen Einrichtung in unserem Vereinsgeschehen.

Aufgrund etlicher Beratungen im Vorstand, wurde im Mai 1982 der Beschluss gefasst, einen Antrag auf Zurverfügungstellung eines geeigneten Geländes für den Bau eines neuen Sportplatzes bei der Gemeinde zu stellen, was dann auch geschah, jedoch aus verschiedenen Gründen von der Gemeindevertretung abgelehnt wurde.

Ebenfalls wurde im Jahre 1982, da die Turnhalle in Pferdsfeld zum Abbruch anstand, eine Initiative ergriffen, indem man die Vorstände aller Ortsvereine zusammenrief, um gemeinsam die brauchbaren Teile dort auszubauen, damit evtl. eine neue Halle auf unserem Sportgelände gebaut werden könnte. Einmütig kam man zu der Meinung, dass dies nur mit vereinten Kräften gehen könne und das Ergebnis steht, zwar als Gemeindehalle, heute als schönes Gebäude im Anschluss an unseren Kindergarten.

Dass die baulichen Aktivitäten in unserem Verein nicht ruhten, zeigt die Tatsache, dass nach verschiedenen Umbauten und Erweiterungsmaßnahmen an unserem Clubheim, im Jahre 1983, die Einfahrt und der Vorplatz des Clubheims gepflastert wurden.

Die Mitgliederzahlen in unserem Verein entwickelten sich sehr positiv, denn nachdem Anfang der 70er Jahre red. 100 Mitglieder registriert waren, konnte Ende 1983 das 200. Mitglied aufgenommen und bei der Jahresabschlussfeier mit einem kleinen Präsent gegrüßt werden.

Im März 1985 informierte man sich wiederum in verschiedenen Gesprächen mit einem Ing.-Büro über Kosten und Durchführung eines Sportplatzbaues, bzw. Erneuerung des alten Platzes.

1986 stand eine größere Investition an, denn es wurde eine neue Zentralheizungsanlage im Clubheim installiert.

Besonders positiv konnte man in den 80er Jahren die Entwicklung im Bereich Jugendfußball sehen. Nach mehreren Anläufen in eigener Regie entschloss man sich, der Spielgemeinschaft Königsau-Kellenbach, Schwarzerden und Weitersborn anzuschließen, was sich in der guten Entwicklung wiederspiegelte. Erheblichen Anteil an dieser Entwicklung hatten hier die Leiter der SG, Herr Walter Schneeberger aus Kellenbach, sowie von unserer Seite Manfred Gutheil, wie auch die verschiedenen Jugendleiter unseres Vereins in der Folgezeit.

 

Sportplatzbau 1990

Als man im März 1990 mit dem Sportplatzneubau begann, stand man vor einem der größten Bauprojekte in der Vereinsgeschichte des ASV Seesbach. Der alte Sportplatz war nicht mehr zeitgemäß, hat er doch ein Seitengefälle von durchschnittlich 1,80 Meter. Auch auf dem neuen Sportgelände mussten gewaltige Erdmassen bewegt werden um das Gefälle auszugleichen. Viele freiwillige Helfer beteiligten sich, (hier vor allen Dingen einige Rentner) um die Kosten so niedrig wie möglich zu halten. Immerhin wurden ca. 4.000 Stunden freiwillig und kostenlos am neuen Rasenplatz gearbeitet.

Der ASV Seesbach bedankt sich recht herzlich bei allen Helfern, der Gemeinde Seesbach für die Bereitstellung des Geländes, dem Landkreis Bad Kreuznach und dem Sportbund Rheinhessen für die finanzielle Unterstützung.

Das 200.000,00 DM teuer Projekt konnte an Pfingsten 1993 seiner Bestimmung übergeben werden.

Fußballerisch gibt es aber auch noch Großartiges und Erfreuliches zu erwähnen, denn nachdem unsere 1. Mannschaft seit 1977 wieder in der C-Klasse spielte, konnte in der Saison 1989/90 die Meisterschaft errungen werden und somit der Aufstieg in die B-Klasse. Als ebenso hoher Erfolg muss man die Meisterschaftsrunde der Reservemannschaften ansehen, denn hier errang unsere 2. Mannschaft den Titel, und das, ohne ein Spiel zu verlieren.

Was sich ebenfalls, nach leichten Startschwierigkeiten, positiv entwickelt hat, ist der Beschluss in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 7. Juni 1991 eine Spielgemeinschaft mit dem FSV Schwarzerden zu bilden. Anfänglich konnten hierbei sogar drei aktive Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen.

Bedingt durch eine Klassenneueinteilung spielen unsere 1. und 2. Mannschaft nun in der Kreisliga Nahe-West und zwar mehr im Idar-Obersteiner Raum.

 

Vorsitzende des ASV Seesbach:

 

·1948 – 1951Franz Fett

·1952 – 1965    Heinrich Rübenich

·1965     Richard Altmeier

·ab Januar 1966    Heinrich Kemmerling

·ab März 1969Erich Feilzer

·Feb. 1977 – Aug. 1977       Benno Bewer

·ab Sept. 1977     Herbert Fett

·ab März 1986Erich Rübenich

·ab August 1988       Dieter Schanzenbach

·ab Feb. 1989       Lothar Baus

·ab 1993       Dieter Schanzenbach

·ab 1995           Ralf Daubenberger

·ab 1998       Volker Lehmann

·ab 2000       Dieter Schanzenbach

  

z.Zt. aktive Abteilungen im Verein:

 

·Fußball

·Jugendfußball (SG Lützelsoon)

·Damengymnastik

·Badminton

·Jedermann/Familienturnen